Christliche Stimmen zum Lehrplan 21

Christliche Stimmen zum Lehrplan 21

17.10.2011

„Das Tabuisieren von religiösen Fragen ist nicht kindgerecht“, stellt ein Thesenpapier der Arbeitsgemeinschaft Schule und Religion fest. An der Erarbeitung der neun Postulate war auch Daniel Kummer vom VBG-Fachkreis Pädagogik beteiligt. Ziel des Papiers ist es, bisher noch kaum behandelte Aspekte in die Diskussion um eine Neukonzipierung des Religionsunterrichts einzubringen.

Das Thesenpapier „Neun Postulate zum Lehrplan 21“ hält zentrale Anliegen von Christen aus dem Raum der Schweizerischen Evangelischen Allianz fest. Dahinter steht die SEA-Arbeitsgemeinschaft Schule und Religion (AGSR). Zu den acht Verfassern gehört auch VBG-Mitarbeiter Daniel Kummer, der für den Fachkreis Pädagogik arbeitet.

Lehrpersonen sollen Religion wertschätzen

Das Thesenpapier betont die Wichtigkeit des Religionsunterrichts an der öffentlichen Schule. Dieser solle die Vermittlung von Religion mit Darstellungen gelebten Glaubens verbinden und der christlich geprägten Kulturgeschichte der Schweiz Rechnung tragen. „Wer den christlichen Glauben nicht wertschätzen kann, soll nicht Religion unterrichten“, hält das Papier fest.

Keine staatlich vorgeschriebene Wertung

Zudem sei es unabdingbar, dass Religionen in ihrem Selbstverständnis ernst genommen würden. „Die Auffassung, Religionen meinten im Kern eigentlich das Gleiche, wird ihrem Selbstverständnis nicht gerecht“, betonen die Autoren. Es stehe dem konfessionell neutralen Staat nicht zu, im schulischen Unterricht eine Gleichwertigkeit der Religionen vorzugeben.

Das dreiseitige Thesenpapier finden Sie hier.